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Hier ist das aktuellste Foto unserer Sonnenuhr - aufgenommen am 21.06.2009



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Hier können Sie die Geschichte der Sonnenuhr in Sinatengrün anhand einer Präsentation im PDF-Format anschauen:


Sonnenuhrgeschichte





Bericht in der Frankenpost

Bericht in der Frankenpost, Sechsämterbote, Ausgabe Sa./So., 12./13. Januar 2008

Die Sonnenuhr wurde ins Dorf gebracht!

Hier geht´s zum Bericht:


Sonnenuhr


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Sonnenuhr Sinatengrün

Von der Idee bis zur Einweihungsfeier

Wie alles begann:

Durch den Anschluss an die städtische Kanalisation wurde zwischen Mai 2005 und November 2006 in Sinatengrün die Dorfstraße aufgegraben und Rohre verlegt. Gleichzeitig wurden sämtliche Überlandleitungen der Telekom (Telefon) und der Stadtwerke (Strom) mit in den Straßenkörper eingebaut und entlang der gesamten Dorfstraße eine neue Dorfbeleuchtung installiert. Im Bereich unterhalb des Dorfweihers wurde außerdem im Zuge der Dorferneuerung, die zeitgleich begonnen wurde, die Dorfstraße flüssiger gestaltet. An der Abzweigung nach Schönlind entstand dabei eine kleine Verkehrsinsel.



Ende 2006 waren die Arbeiten soweit fortgeschritten, dass eine erste Teerschicht aufgetragen werden konnte. In die Verkehrsinsel wurden von der Dorfbevölkerung zunächst Blumen gepflanzt. Im März 2007 betrachtete ich von meiner selbstgebauten Dorfbank aus die Verkehrsinsel. Diese schaute zwar auf den ersten Blick recht hübsch aus, aber der „Hit“ waren die Blumen nicht – dachte ich. Da muss etwas rein in diese Verkehrsinsel. Etwas das richtig auffällt und etwas Außergewöhnliches vor allem!

Ich dachte sofort an eine Sonnenuhr. So etwas schwebte mir schon immer vor. Aber ich konnte mir irgendwie nicht vorstellen, wie in diese kleine Verkehrsinsel so eine Sonnenuhr reinpassen soll?! Bisher hatte ich auf Bildern nur große Sonnenuhren gesehen, die einen großen Zeiger hatten und mehrere Quadratmeter Platz beanspruchen oder Sonnenuhren an Häuserwänden.

Aber die Idee war geboren und so setzte ich mich an meinen Computer und fing an im Internet nach jemandem zu suchen, der etwas mit Sonnenuhren zu tun hat oder weiß, wie man eine Sonnenuhrskala entwirft.

Es dauerte auch nicht lange und da hatte ich eine interessante Homepage gefunden. Der Betreiber dieser Homepage heißt Volker Lotze. Er kommt aus Paderborn und kennt sich sehr gut aus in der Astronomie. Er war zum damaligen Zeitpunkt 25 Jahre alt und er beschäftigt sich insbesondere mit der astronomischen Navigation, also der Kunst, anhand der Gestirne die eigene Position auf der Erde zu bestimmen. Er studierte Elektrotechnik und schrieb an seiner Diplomarbeit an einem der Fraunhofer Institute. Auf seiner Homepage (siehe „Links“) habe ich mich gründlich informiert, ihm eine Email geschrieben und von meiner Idee erzählt. Er war sofort von meiner Idee begeistert und er sagte mir spontan seine Unterstützung zu.

So kam der erste Kontakt zustande. Einige Tage später erstellte mir Volker, mit den Koordinaten für Sinatengrün aus „Google Earth“, eine Testskala. Diese Skala war nur für den 5. Mai 2007 ausgearbeitet. Genau an diesem Tag musste ich sie auch testen. Der Schattenwerfer zeigte zu jeder vollen Stunde genau auf die in der Skala eingetragene Uhrzeit. Der erste Test war also geglückt.



Hier die mit GPS gemessenen genauen Koordinaten der neuen Verkehrsinsel an der Abzweigung nach Schönlind - Standort der Sonnenuhr:

50° 03.542 N
012° 02.532 O

Als nächstes schickte mir Volker sein GPS-Handgerät, mit dem ich nun die genauen Koordinaten für die Verkehrsinsel bestimmen konnte. Anhand der nun 100% genauen Koordinaten konnte Volker jetzt eine ganzjährige Sonnenuhrskala für Sinatengrün entwerfen und anfertigen.

Für Sonnenuhren von Volker Lotze benötigt man eine besondere Skala für den jeweiligen Standort. (Eine Musterskala ist auf seiner Homepage unter `Bastelanleitung´ zu begutachten). Da die Sonne nicht jeden Tag mit der gleichen Geschwindigkeit über den Himmel zieht, unterliegen herkömmliche Sonnenuhren einem Zeitfehler, der je nach Jahreszeit bis zu ca. 16 Minuten betragen kann. Unsere Sonnenuhr wird eine spezielle Skala haben, die in der Lage sein wird, diesen Zeitfehler auszugleichen. Sie wird die Zeit also minutengenau anzeigen!

Damit die Sonnenuhr auch gebaut und umgesetzt werden kann, habe ich mich mit Florian Seidel, unserem Steinhauer aus Sinatengrün, Brehmermühle, in Verbindung gesetzt. Er hatte die Idee, die Sonnenuhr aus einem Felsen, der aus unserem Marmorsteinbruch heraus gebrochen wird, herzustellen.



Die Größe der Sonnenuhr soll ca. 1 x 1 Meter betragen. Der dafür benötigte Felsen muss eine glatte Fläche bekommen. Dazu muss der Felsen zurecht gesägt und danach geschliffen werden. Die von Volker Lotze erstellte Skala wird dann in diese Fläche mehrfarbig eingearbeitet. Die verschiedenen Farben benötigen wir, um für die Zeit von der Wintersonnenwende bis zur Sommersonnenwende und für die Zeit von der Sommersonnenwende bis zur Wintersonnenwende zwei verschiedene Linien darzustellen. Im Frühling werden die Schatten kürzer, im Herbst werden sie länger. Der Schatten nimmt dabei einen anderen Weg zurück, als er hingenommen hat. Diese beiden Wege zeichnen wir mit verschiedenen Farben.

Die Vorarbeit bezüglich der Skala war somit geschafft. Nun musste ein passender Stein gesucht werden. In unserem Steinbruch wurde Florian Seidel auch schon bald fündig. Am Freitag 20. Juli 2007 wurde der Felsen geborgen und zur weiteren Bearbeitung auf dem Grundstück bei Florian Seidel zwischengelagert.
 
Da es im Zuge des Dorferneuerungsverfahren nicht möglich war, das Sonnenuhrprojekt in die Bezuschussung mit aufzunehmen, mussten Sponsoren gesucht werden, die die anfallenden Kosten tragen. So habe ich einige Firmen um Hilfe (Spenden) gebeten.

Schon nach kurzer Zeit bekamen wir von allen angeschriebenen Firmen eine Rückantwort per Email bzw. einen Anruf. Und die Hilfe und Unterstützung war und ist enorm!!!

Alle angeschriebenen Firmen haben eine stattliche Spende zur Verfügung gestellt.

Ein ganz ganz herzlicher Dank an dieser Stelle an unsere Sponsoren:

- Sparkasse Fichtelgebirge

- Stadtwerke Wunsiedel

- Fa. Eberl, Göpfersgrün

- Matthias Popp, Schönbrunn

- Martin Keltsch, Wunsiedel

- Fa. Ipfling-Design, Harry Ipfling, Schneckenhammer

- Fa. Büttner Natursteine GmbH

Nachdem Volker Lotze die Sonnenuhrskala mit den genauen Koordinaten erstellt hatte, musste noch eine letzte Testphase durchgeführt werden. Am Samstag, 04. August 2007 wurde diese Testphase der Sonnenuhr durchgeführt und danach abgeschlossen!



Auch bei diesem abschließenden Test funktionierte die Testskala auf die Minute genau!

Sie haben richtig gelesen - die Sonnenuhr zeigte die Uhrzeit auf die Minute genau an! Das Ergebnis der Testphase bekam Volker von mir sofort per SMS mitgeteilt. Sogleich konnte er die Sonnenuhrskala fertig stellen.

Und noch eine weitere Attraktion bietet unsere Sinatengrüner Sonnenuhr. Neben der minutengenauen Uhrzeit wird die Sonnenuhr auch das jeweilige Sternkreiszeichen anzeigen!

Am Montag, 06. August 2007 bekam ich von Volker Lotze die fertige Skala per Email zugeschickt. Als nächstes musste nun die Skala entsprechend vergrößert und als Schablone für die Steinbearbeitung ausgedruckt werden.

Während Volker mit der Feinbearbeitung der Skala beschäftigt war, machte sich Florian Seidel daran, die für die Skala benötigte Fläche in den Felsen zu schleifen.



Und so schaute das Ergebnis des Schleifens aus!
 
Der nächste Arbeitsprozess war nun, die auf eine Schablone vergrößerte Sonnenuhrskala auf diese glatte Fläche im Felsen einzugravieren. Zunächst versuchte es Florian Seidel auf die herkömmliche Art, nämlich mit Hammer und Meisel. Aber der Marmor war zu brüchig und somit der erste Versuch gescheitert. Als nächstes bekamen wir von einem Dorfbewohner eine Sandstrahlmaschine. Aber auch diese (schon etwas ältere Maschine) brachte nicht den erhofften Erfolg.

Wir brauchten also jemanden, der eine solche Arbeit professionell erledigt. Ich machte mich sogleich an die Arbeit und stattete der Firma Büttner-Natursteine GmbH in Wunsiedel einen Besuch ab. Ich erklärte dem Chef Peter Büttner um was es geht. Zufällig war auch sein Schwiegersohn Andreas Büttner mit vor Ort. Spontan erklärten sie sich bereit, uns bei der Fertigstellung der Sonnenuhr zu helfen. Jetzt mussten wir den Felsen also nach Wunsiedel befördern.

Am 11. Oktober 2007 wurde der Sonnenuhrfelsen zur Firma Büttner geschafft. Christian Rogler und Siegfried Wolf mit seinem Traktor, halfen mit, den schweren Felsen auf den Anhänger des Traktors aufzuladen. Ein 4 m großes Dreibein mit Kettenflaschenzug wurde aufgestellt und der Felsen mit Gurten an den Falschenzug gehängt und nach oben gezogen. Jetzt konnte der Anhänger unter den Stein gefahren werden und auf die Ladefläche herabgelassen werden. Danach wurde der Felsen zur Firma Büttner nach Wunsiedel gefahren.



Nun lag der Sonnenuhrfelsen also sicher in der Halle bei Peter und Andreas Büttner. Zufällig erreichte mich einige Tage später ein Anruf von Volker Lotze. Er beabsichtigte einen Kurzbesuch bei uns abzustatten. Dabei wollte er sich auch einmal unsere Arbeit vor Ort anschauen.

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Volker Lotze zum ersten Mal in Sinatengrün

Am Wochenende (19., 20., 21. Oktober 2007) war unser Sonnenuhr-Fachmann Volker Lotze mit seiner Freundin Nadine in Wunsiedel zu einem Kurzurlaub.

Wir haben uns natürlich den Platz für die Sonnenuhr angeschaut und ich habe ihm die Arbeiten zur Dorferneuerung, am Dorfweiher und am Buswartehäuschen, erklärt.

Wir waren auch auf dem Grundstück bei Florian Seidel und haben seine Steinmauern und sonstigen Aktivitäten bewundert.

Dann waren wir bei der Firma Natursteine-Büttner und haben den Sonnenuhr-Felsen angeschaut.

Zum weiteren Wochenendprogramm gehörte ein "Tank-Stop" in der Tschechischen Republik. Wir waren am Samstag im Felsenlabyrinth und am Abend beim "Griechen" sowie in der "Ewigen Baustelle". Am Sonntag waren die beiden noch im Fichtelgebirgsmuseum und zum Essen bei uns eingeladen bevor sie wieder die Heimreise antraten.

Es hat den beiden gut gefallen in unserem Fichtelgebirge! Vor allem vom Felsenlabyrinth waren sie begeistert.

Sie wollen im nächsten Jahr wieder kommen!

Fest ist ein Besuch der Luisenburg-Festspiele eingeplant und natürlich das Brunnenfest und der Greifvogelpark. Außerdem wollen sie unbedingt mal auf einen Vietnamesenmarkt in Eger gehen! Na dann! Bis zum nächsten Besuch!

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Während des Kurzurlaubes hatte Volker auch Kontakt zu Andreas Büttner. Die Beiden sprachen über die Möglichkeiten der Skalaherstellung im Computer und der weiteren Verwendung danach im Computerprogramm der Fa. Büttner. Damit die Skala in diesem Computerprogramm auf einen Plotter übertragen werden konnte, mussten die Linien der Skala breiter werden. Also setzte sich Volker daheim an seinen Computer und erarbeitete die Skala der Sonnenuhr mit breiteren Linien. Damit das Sandstrahlgerät der Firma Büttner auch den notwendigen Zwischenraum aus den Linien heraus-sandstrahlen konnte musste zwischen dem linken und rechten Rand der Linien mindestens 5 mm Raum entstehen. Danach wurde die Skala im CorelDraw-Format an Andreas Büttner zurückgeschickt.

Im nächsten Arbeitsgang wurde die Skala nun im Computer der Firma Büttner für den Plotter vorbereitet. Zunächst wurden noch die Sternzeichen eingefügt. Jetzt war die Sonnenuhrskala komplett fertiggestellt. Als nächstes musste die Skala für die vorgeschliffene Fläche vergrößert werden. Der genauen Maßstab wurde vom Computerprogramm umgewandelt und mittels eines Plotters eine Schablone hergestellt. Diese Schablone wurde am 21. November 2007 aufgeklebt.



Auf die geschliffene Fläche wurde eine Spezialkleber aufgetragen. Danach wurde die Schablone vorsichtig auf geklebt. Die bereits in der Schablone herausgestanzten Linien mussten nun mit einem Tapetenmesser feinsäuberlich herausgezogen werden. Nach ca. 2 Stunden war nun der Augenblick gekommen und ein erster Versuch mit der Sandstrahlmaschine konnte getan werden.

Im Bild sieht man Andreas Büttner mit der Sandstrahlmaschine:



Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, oder?



Nachdem die Sandstrahlarbeiten beendet waren, konnte die Schablone noch nicht gleich wieder abgezogen werden, denn die Linien und Zeichen mit den verschiedenen Farben mussten noch ausgemalt werden. Damit die Farbe nicht in die Flächen links und rechts der eingravierten Linien verlaufen musste die Schablone auf dem Stein belassen werden.



Am 4. Januar 2008 war es dann endlich soweit! Die Sonnenuhrskala war mit allen ihren Farben ausgemalt, die Schablone abgezogen und die Fläche mit der Skala fertig geschliffen. Der Felsen konnte nach Sinatengrün gebracht werden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Andreas Büttner ganz herzlich bedanken. Er hat fast in jeder freien Minute an der Sonnenuhr gearbeitet! Sein Verdienst ist es, dass die Sonnenuhrskala so hervorragend geworden ist!

Am Dienstag, 8. Januar 2008 war es dann soweit. Die Sonnenuhr wurde an ihre vorgesehenen Stelle in der Verkehrsinsel in Sinatengrün gestellt.



In den vergangenen Wochen wurde intensiv an den Kurzerklärungen für das "Ablesen der Uhrzeit" und das "Ablesen der Tierkreiszeichen" gearbeitet, die auf Tafeln direkt an der Sonnenuhr angebracht werden.

So lautet der Text für das Ablesen der Uhrzeit und so könnten auch die Tafeln später einmal ausschauen:


Ablesetafel Uhrzeit


So lautet der Text für das Ablesen der Tierkreiszeichen:


Ablesetafel Tierkreiszeichenerklärung


Und hier noch die Tafel für die Tierkreiszeichen:


Ablesetafel Tierkreiszeichen


Am Freitag, 28.03.2008 wurde der Sonnenuhrfelsen, mit einem großen Traktor von Ernst Benker, noch einmal aus der Verkehrsinsel weggehoben. In den nächsten Tagen wird für die Sonnenuhr ein Fundament betoniert. Danach wird die Sonnenuhr endgültig fest installiert.



Mittlerweile ist auch der Schattenwerfer (Gnomon) fertig.

Der Schattenwerfer wurde von der Fa. Eberl, Göpfersgrün hergestellt. Der Gnomon ist aus rostfreiem Stahl und wurde speziell für seine Zwecke auch noch feuerverzinkt. Wir danken der Fa. Eberl für die hervorragende Arbeit.

Am Dienstag, 14.04.2008 wurde der Gnomon in die Sonnenuhrskala eingebaut. Dazu wurde an die vorberechnete Stelle ein Schlitz eingeflext und dann mit einem Spezialkleber der Schattenwerfer eingeklebt.



Am Freitag, 18.04.2008 wurde das Fundament für die Sonnenuhr betoniert.



Jetzt ist das Fundament für die Sonnenuhr fertig!

Am Samstag, 26.04.2008 um 11 Uhr wurde die Sonnenuhr fertig aufgestellt!

Zunächst musste das Dreibein mit Hilfe eines Traktors über die Verkehrsinsel gestellt werden.



Der ca. 40 Kilogramm schwere Flaschenzug wurde ebenfalls mit der am Traktor befestigten Schaufel nach oben an den Hacken befördert.



Mit den Hebegurten, die um den Sonnenuhrfelsen gelegt wurden, konnte dann die Sonnenuhr in die exakte Position gedreht werden.



Wie bereits beschrieben, muss die Sonnenuhrskala genau waagerecht sein und der Schattenwerfer (Gnomon) 100%ig genau nach Norden zeigen. Dies lässt sich jedoch ganz einfach feststellen, in dem man die Skala waagerecht aufstellt und die Schattenspitze des Schattenwerfers (z. B. um 11 Uhr) auf die in der Skala eingezeichnete Uhrzeit 11 Uhr zeigen lässt.

Genau diese Vorgehensweise wurde am Samstag, 26.04.2008 um 11 Uhr angewandt!



Die Sonnenuhr funktioniert!



Abschlussarbeiten

Jetzt konnten noch einige Feinarbeiten erledigt werden. In den nächsten Wochen pflanzten einige Frauen aus dem Dorf Sträucher und Blumen in die Erde der Verkehrsinsel um die Sonnenuhr. An den Ecken wurden zur Abrundung Steine gelegt und vor dem Gnomon eine Trittfläche aus Kleinpflaster verlegt.

Damit die Sonnenuhr einstweilen gelesen werden kann bis die Tafeln mit den Erklärungen fertig montiert sind, wurde am 28.04.2008 eine vorläufige und provisorische Tafel mit allen Erklärungen aufgestellt.

Während der gesamten Phase der Dorferneuerung haben wir in Sinatengrün mit natürlichen Materialien aus dem Fichtelgebirge gearbeitet. Unsere Natursteinmauern sind aus echtem Sinatengrüner Marmorgestein entstanden. Der Felsenpfad durch den Dorfweiher ist aus Redwitziten aus Marktredwitz gebaut worden. Im neuen Buswartehäuschen wurden die Gabionen mit Granit aus dem Fichtelgebirge gefüllt und ein ungleichmäßiger Streifen aus Marmorgestein mit eingefügt worden. Das Dach unseres Feuerwehrhäuschens besteht aus heimischer Fichte und aus Naturschiefer. Meine Idee war es, die Erklärungen für die Sonnenuhr ebenfalls auf einem heimischen Material herzustellen. Es wäre allerdings viel zu teuer geworden, wenn die Tafeln aus Porzellan oder auf Schiefer hergestellt worden wären.

Und so wurde ich auf Harry Ipfling aufmerksam, der in der Stadt Wunsiedel an allen Sehenswürdigkeiten und Gebäuden Erklärungstafeln aus seinem Designbüro aufgestellt hat. Durch seine individuelle Gestaltung der Tafeln und mit Hilfe einer Schilderfirma entstanden Anfang 2009 nun die beiden Tafeln mit den Erklärungen für die Sonnenuhr und für die Tierkreiszeichen. Weiterhin entwarf er noch eine Tafel mit den Sponsoren und der Hersteller der Sonnenuhr. Die drei Tafeln wurden am Montag, 18.05.2009 von Gerd Krauß und Uwe Köhler aufgestellt.

Hier die drei Tafeln von ipfling-artdesign:

 

Ablesetafel Uhrzeit
           

Ablesetafel Tierkreiszeichen
            

Sponsorentafel


Fertig

Die Sonnenuhr ist jetzt komplett fertig.

Bei Sonnenschein kann jetzt jeder die minutengenaue Uhrzeit ablesen und der jeweilige Betrachter feststellen in welchem Tierkreiszeichen er sich beim Zeitablesen befindet.

Herzlicher Dank

Zum Schluss möchte ich mich noch bedanken:

-          Bei Volker Lotze, der die Skala berechnet und ausgearbeitet hat;

-          Bei Florian Seidel, der den Felsen ausgesucht, die Fläche für die Skala eingeschliffen und den Gnomon befestigt hat;

-          Bei Andreas und Peter Büttner, für die hervorragende Arbeit beim Eingravieren, bearbeiten und bemalen der Skala in die geschliffene Fläche;

-          Bei Winfried Eberl für die Herstellung des Gnomons;

-          Bei Harry Ipfling, für die einzigartigen Tafeln mit den Erklärungen und

-          Bei allen Dorfbewohnern, die beim Transportieren und Aufstellen der Sonnenuhr tatkräftig mit angepackt haben

Sowie bei allen Sponsoren für die Unterstützung mit Geldern, ohne die das Projekt Sonnenuhr niemals hätte bewältigt werden können, und zwar:

-          Sparkasse Fichtelgebirge

-          Stadtwerke Wunsiedel

-          Fa. Büttner Natursteine

-          Fa. Ipfling-Artdesign

-          Fa. Eberl

-          Martin Keltsch, Wunsiedel und bei

-          Matthias Popp aus Schönbrunn.